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Stockholm, welche Sehenswürdigkeiten sollte man gesehen haben?

Sehenswürdigkeiten Stockholms

Sie ist eine der wohl aufregendsten Städte im Norden Europas und Ihre Geschichte reicht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. Ihr Name bedeutet übersetzt soviel, wie „Kleine Insel der Baumstämme“. Die Rede ist natürlich von der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Welche Sehenswürdigkeiten man bei einem Besuch der Metropole im Hohen Norden unbedingt gesehen haben sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Einfach riesig – Das Vasa-Museum

Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Stockholms ist ein imposantes Holzschiff – die Vasa. Gebaut wurde der Meeresriese im Auftrag König Gustav I. Vasa, der auch gleichzeitig der Namensgeber ist. Heute ist das Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert im Vasa-Museum untergebracht. Und: Noch heute befindet sich die riesige Vasa nahezu im Originalzustand. Diese Tatsache gleicht übrigens einem echten Wunder. Schließlich war die Vasa nie als Kriegsschiff im Einsatz, da sie schon kurz nach ihrem Stapellauf 1628 gekentert war. Erst 1961 wurde das imposante Schiff gehoben und aufwendig konserviert. Heute lädt es beispielsweise durch die vielen handgefertigten, wieder angebrachten Skulpturen und den Verzierungen zum Staunen ein. Mehr über die Geschichte des Schiffs, seinen Untergang, die Rettung und die Konservierung sehen Sie heute – neben dem Schiff selbst – im 1990 eröffneten „Vasa-Museet“.

Stockholm

Stockholm ©iStockphoto/Mapics

Preisverdächtig – Das Stadshuset

Ein weiteres Highlight Stockholms geht auf den Architekten Ragnar Östberg zurück. Das Stadshuset wurde zwischen 1911 und 1923 errichtet und ist das Rathaus der Stadt. Charakteristisch für das Stadshuset ist neben den mehr als acht Millionen Backsteinen auch die goldfarbene Spitze des 106 Meter hohen Turms. Auf der Insel Kungsholmen gelegen ist das Rathaus Stockholms ein Paradebeispiel für den Baustil der schwedischen Nationalromantik. Besonders sehenswert ist – neben der Fassade und dem Turm des Hauses – zum Beispiel der „Blaue Saal“. Dort findet jedes Jahr und immer am 10. Dezember das große Bankett für die neugekürten Nobelpreisträger statt. Danach geht es für die Preisträger im „Goldenen Saal“ mit handgemachter Musik weiter. Augen- und Ohrenschmaus zugleich ist außerdem die Orgel im „Blauen Saal“. Mit mehr als 10.000 Orgelpfeifen zählt sie zu den größten in Skandinavien.

Geschichtsträchtiges Schweden – Das Freilichtmuseum Skansen

Sie wollen mehr über die vielen verschiedenen Regionen Schwedens und über die bewegte Geschichte des skandinavischen Landes erfahren? Dann sollten Sie sich einen Besuch der Stockholmer Insel Djurgarden nicht entgehen lassen. Dort befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten ganz Schwedens – das Freilichtmuseum Skansen. Im ältesten Freilichtmuseum weltweit erfahren Sie aber nicht nur mehr über die Geschichte Schwedens. Darüber hinaus erhalten Sie Einblicke, wie die Schweden während der verschiedensten Epochen ihren Alltag bestritten haben. In Skansen haben Sie beispielsweise die Gelegenheit, Töpfern, Glasbläsern und Bäckern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Sehenswert ist neben den Hofgütern und einfachen Bauernhäusern auch die Holzkirche. Seit 1891 können sich Touristen und Einheimische in Skansen über die schwedische Geschichte informieren. Ein Highlight Skansens ist übrigens auch die vielfältige Pflanzenwelt, in die sich das pittoreske Freilichtmuseum beinahe nahtlos einfügt.

Entspannung pur – Das Sturebadet

Wer von Ihnen einfach mal einen ganz entspannten Tag in Stockholm verbringen will, sollte einfach mal das „Sturebadet“ besuchen. In dem 1885 vom schwedischen Arzt Carl Curman eröffneten öffentlichen Schwimmbad haben Sie nicht nur die Gelegenheit, ein paar Bahnen durch eines der Schwimmbecken zu ziehen. Bei Ganzkörpermassagen, Behandlungen mit warmen Steinen und weiteren Spa-Anwendungen haben Sie die Chance, einfach mal zu entspannen. Dabei können Sie die wunderbare, klassizistisch anmutende Kulisse des Bades auf sich wirken lassen. Darüber hinaus erwartet Sie im Badehaus in der Sturegallerian eine weitläufige Saunalandschaft, in der Sie den Alltag einfach für ein paar Stunden vergessen können.

Königlich erholen – Der Kungsträdgarden

Wunderbar entspannen können Sie auch direkt hinter der Königlich Schwedischen Nationaloper – bei einem Spaziergang durch den Kungsträdgarden. Der königliche Gemüse- und Schlossgarten erstreckt sich entlang des Ufers des Norrströms. Angelegt zwischen 1635 und 1643 stand das natürliche Kleinod zunächst nur für Mitarbeiter des Königlichen Hofes offen. Im 18. Jahrhundert erst nach barockem, später nochmal nach englischem Vorbild umgestaltet, wurde der Park nach dem Tod des damaligen Königs Gustav III. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf Ihrem Spaziergang durch den Kungsträdgarden kommen Sie nicht nur an bunten Blumen und saftig-grünen Rasenflächen vorbei. Im Königsgarten erwarten Sie außerdem ein großes Wasserbassin, sowie verschiedene Statuen und ein Teehaus.

Altehrwürdig – Die „Gamla stan“

Auf der Stadtinsel „Stadsholmen“ befindet sich eine der Hauptsehenswürdigkeiten Stockholms. Die Altstadt – auf schwedisch „Gamla stan“ – erwartet Sie mit zahlreichen sehenswerten Gebäuden und Museen. Darunter zählt unter anderem die „Tyska kyrkan“ – also die „deutsche Kirche“. Bereits im 14. Jahrhundert wurde das Gebäude errichtet, als die Hanse und die deutsche Gilde das Bild der Stadt prägten. Daher stammt auch der Name des im 16. Jahrhundert zur Kirche umgebauten Gebäudes. Die Kirche ist der Schutzheiligen der Reisenden – der Heiligen Gertrud – gewidmet.
In der Gamla stan befindet sich außerdem das Königliche Schloss. Erbaut wurde der Sitz des schwedischen Königshauses nach den Plänen des schwedischen Architekten Nicodemus Tessin dem Jüngeren. Begonnen im Jahr 1690 dauerte die Errichtung des Stockholmer Schlosses bis 1750. Besonders sehenswert ist der Wachwechsel auf dem Schlossplatz, der täglich 12:15 Uhr stattfindet.
Eine weitere Sehenswürdigkeit innerhalb der Gamla stan ist das Riddarhuset. Nicht nur die Fassade des Hauses – im holländischen Klassizismus errichtet – ist ein echter Blickfang. Im Großen Saal des altehrwürdigen Ritterhauses sind Wappen von zweitausend Adeslageschlechtern an den Wänden zu sehen. Das ist für royal-interessierte Schwedenbesucher die Chance in die Geschichte der Königshäuser einzutauchen.

Im Zeichen der Kunst – Liljevalchs Konsthall

Sie sind kunstbegeistert? Dann hat Stockholm ein ganz besonders Schmuckstück für Sie zu bieten – die „Liljevalchs Konsthall“. Auf Djurgarden gelegen, sind in der Kunsthalle seit 1916 vor allem zeitgenössische Gemälde ausgestellt. Aber auch das Gebäude der Konsthall selbst ist äußerst sehenswert. Es ist das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs. Der 1879 in Norrköpping geborene Carl Bergsten gewann die Ausschreibung. Er konzipierte die Haupthalle mit einer überwältigenden Deckenhöhe von knapp neun Metern. Durch eine Fensterreihe im Westen der Halle wird diese indirekt beleuchtet. Die Besucher werden von der Skulptur „Der Bogenschütze“ des Künstlers Carl Milles begrüßt. Ganz besonders lohnenswert ist der Besuch der „Liljevalchs Konsthall“, wenn dort der „Frühlingssalon“ stattfindet. Dann sind in der Kunsthalle Arbeiten von bekannten und weniger bekannten Künstlern ausgestellt, die Sie sonst nicht in der „Liljevalchs Konsthall“ zu sehen bekommen. Nach dem Besuch der Kunstausstellung haben Sie außerdem im Atrium der Konsthall die Gelegenheit, sich im Restaurant zu stärken.

Natur Pur – Stockholms Schären

Mehr als 24.000 kleine und größere Inseln erstrecken sich vor den Stockholmer Stadtgrenzen. Ob Naturfreund oder nicht – Eine Tour durch die Schären sollte man bei einem Stockholmbesuch unbedingt gemacht haben. Die umspülten Felsgruppen ziehen durch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt alle Blicke auf sich. Um diese nahe und doch so ferne Inselwelt ein wenig besser kennenzulernen, empfiehlt sich eine Tagestour durch die Schärengärten. Die Fähren zu den Inseln legen mitten in der Stockholmer Innenstadt, am Strömkajen, ab. Von dort aus besteht auch die Möglichkeit, die Schären auf einem Dampfschiff zu erkunden. Auf diese Weise verbringen Sie einen mit Sicherheit unvergesslichen Urlaubstag in der schwedischen Hauptstadt.

Literarisch wertvoll – Das Schloss Gripsholm

1931 hat der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky seinen Roman über eine weitere Stockholmer Sehenswürdigkeit veröffentlicht. In „Schloss Gripsholm“ beschreibt der Autor den Urlaub eines Liebespaares in Schweden – auf „Gripsholm“. Im Westen Stockholms gelegen ist Schloss Gripsholm aber nicht nur wegen Tucholskys Werk ein wahrer Besuchermagnet. Darüber hinaus ist das burgähnlich angelegte Schloss überaus sehenswert. Das Schloss war auch ursprünglich als Schloss errichtet worden, im 16. Jahrhundert jedoch auf Geheiß Gustav I. Vasa zum Schloss ausgebaut. Gustav verlegte 1525 seinen Wohnsitz von Stockholm ins Schloss Gripsholm am Mälaren-See. Spätestens zu dieser Zeit gewann Gripsholm bei den Stockholmer Bürgern enorm an Bedeutung. Besonders sehenswert ist heute neben dem pittoresken Park und dem See vor allem die Fassade des Schlosses. Die besteht aus leuchtend roten Ziegelsteinen. Außerdem erwartet Sie im Inneren des imposanten Gebäudes eine üppige Porträt- und Möbelsammlung aus königlichem Besitz. Noch heute sind darüber hinaus Überreste der Burg zu sehen, aus der heraus Schloss Gripsholm errichtet wurde.

Typisch Schwedisch – Das „Nordiska Museet“

Alles über das Leben und den Alltag der Schweden erfahren Sie im Nordischen Museum – dem „Nordska Museet“. Dort erwarten Sie mehr als eine Viertelmillion Bücher und anderthalb Millionen Exponate, die Aufschluss darüber verbringen, wie die Schweden ihren Tag in der Vergangenheit verbracht haben und heute verbringen. In einer Dauer- und mehreren stets wechselnden Ausstellungen bekommen Sie außerdem einen Einblick in Sitten, Feste und Gebräuche der Skandinavier. Die Ausstellungsstücke reichen von typisch schwedischer Kleidung über Schmuck und Handwerkskunst bis hin zu Spielzeug.

Wie Gott in Frankreich – Das Schloss „Drottningholm“

Das am besten erhaltenen königliche Schloss in der Region um Stockholm ist „Drottningholm“. Und bei einem Besuch des Schlosses kommt man sich glatt vor wie im Schlossgarten von Versailles. Das liegt zum einen an der wundervoll gepflegten Parkanlagen, zum anderen am ähnlichen Baustil der beiden Schlösser. Diese Tatsache brachte Drottningholm übrigens den Spitznamen „Schwedisches Versailles“ ein. Im Park findet sich beispielsweise der „Kina Slott“. Der chinesische Pavillon ist aber natürlich nicht der einzige Grund, weshalb Sie Drottningholm einen Besuch abstatten sollten. Ein Blick ins Innere des Schlosses lässt das Herz einer jeden Frau höher schlagen, die als Kind den Traum hatte, einmal Prinzessin zu sein. Darüber hinaus lädt der Park zu ausgedehnten Spaziergängen ein und außerdem sollten Sie Ihren Blick in das Schlosstheater und die Kirche des Schlosses schweifen lassen.

Stockholm ist eine der interessantesten und aufregendsten Städte in Nordeuropa. Dort gibt es noch eine ganze Menge weitere Sehenswürdigkeiten, die es zu erkunden gilt. Überzeugen Sie sich selbst!



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