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Das schwedische Abendessen

Anfänglich ist es etwas irritierend, dass das schwedische Abendessen als „middag“ bezeichnet wird, da wir diesen Begriff automatisch mit dem Wort „Mittag“ verbinden. Das das Mittagessen jedoch „lunch“ heißt, muss man sich wohl oder übel an diesen zweideutigen Begriff gewöhnen. Neben „middag“ kann aber auch das Wort „kvällsmat“, was auf deutsch Abendessen bedeutet, zum Einsatz kommen.

Da die meisten Schweden berufstätig sind und sie auf ihrer Arbeitsstelle essen können, wird beim Zubereiten des Abendessen darauf geachtet, dass es möglichst schnell geht. Da Frauen bereits ein Jahr nach der Geburt eines Kindes wieder in die Arbeitswelt zurückkehren müssen, werden schon sehr kleine Kinder in einen ganztägigen Kindergarten (Dagis) gegeben. In schwedischen Kindertagesstätten und Schulen ist es üblich, dass ein Mittagessen inbegriffen ist. Deshalb ist es üblich, zum Abendessen entweder belegte Brote zu essen oder aber ein typisches Schnellgericht. Hier wird gerne auf Fischstäbchen, die als „fiskpinnar“ bezeichnet werden zurückgegriffen, die genauso schmecken, wie wir sie aus Deutschland kennen. Ein sehr leckeres Gericht ist „Pytt i panna“, das im Tiefkühlbereich zu finden ist. Pytt i panna sind kleine Kartoffelstücke mit Zwiebeln und Fleisch, die in der Pfanne angebraten werden. Oftmals wird dieses Gericht aus Resten vom Vortag selber zubereitet.

Schwedisches Brot

Schwedisches Brot @iStockphoto/Flavio Mollicone

Reste von gekochten Kartoffeln werden einfach mit Fleischstücken und Zwiebeln angebraten. Dazu wird gerne ein Spiegelei oder Rote Beete gegessen. In vielen schwedischen Familien wird auch zum Abendessen gerne ein Haferflockenbrei zubereitet, so wie er auch auf dem Frühstückstisch zu finden ist.