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Die größten Städte Schwedens

Stockholm – das saubere „Venedig des Nordens“

Stockholm ist die einzige Millionenstadt Schwedens und die größte Stadt in ganz Skandinavien. Zusammen mit den umliegenden Gemeinden bildet Stockholm seit 2005 offiziell die Metropolregion Stockholm. Damit leben im Stadtgebiet von Groß-Stockholm insgesamt über 2 Millionen Menschen. In Stockholm residiert der schwedische König. Die Stadt ist die Hauptstadt des Landes. Hier tagt das schwedische Parlament. Die Stadt erstreckt sich über ein Gebiet von mehr als 187 Quadratkilometern und 14 Inseln, darunter auch weitläufige, waldige Gebiete. 53 Brücken verbinden die Inseln miteinander. Oft wird Stockholm daher mit Venedig verglichen. Einen Unterschied gibt es aber bestimmt: Das Wasser in Stockholm ist so sauber, dass man hier bedenkenlos auch angeln kann.

Stockholm liegt an einem Meerbusen am Riddarfjärdent, wo der Süßwassersee Mälaren in die Ostsee fließt. Eine Schleuse trennt die beiden Gewässer. Der an die Stadt angrenzende See Mälaren dehnt sich von dort 120 Kilometer in das Innere des Landes aus. Zehntausende Schären, kleine und größere Inseln, liegen in den zahllosen Buchten vor der Stadt und prägen das Bild der Stadt.

Stockholm

Stockholm ©iStockphoto/Mapics

In den 1960er und 1970er Jahren veränderte sich das urbane Zentrum Stockholms rasant. Im Zuge der sogenannten Sanierung von Norrmalm wurden Hunderte von Gebäuden abgerissen und dann zum Teil durch mehrstöckige Neubauten ersetzt, die der Stadt ein modernes Erscheinungsbild geben sollten. Sinnbild dieses Wandels sind fünf Hochhäuser von 72 Meter Höhe, die sogenannten „fünf Trompetenstöße“ und der Sergelsplatz, auf dem der Kristallvertikalaccent, eine Skulptur von Edvin Öhrström errichtet wurde. Die Skulptur wird von den Einheimischen auch „Pinnen“ genannt. Nachts wird der 37 Meter hohe Turm, der wie ein Stab in die Höhe ragt, von Metalldampflampen beleuchtet. Der schwedische Ministerpräsident Olof Palme wurde 1986 einige Hundert Meter entfernt erschossen. Eine Gedenktafel erinnert an ihn. Vom Sergels Torg, dem Sergelsplatz, ist es nicht weit zum Kungsträdgården, einem Park, in dem im Winter auf einer Eislaufbahn Schlittschuhgelaufen wird und im Sommer Konzerte stattfinden.

Eine U-Bahn gibt es in Schweden nur in Stockholm. 100 Stationen sind über 3 Linien innerhalb des Streckennetzes auf über 100 Kilometern miteinander verbunden. Fast alle Stationen sind mit Kunstwerken geschmückt, die mehrmals im Jahr ausgewechselt werden, damit möglichst viele Künstler ihre Werke an den 52 überirdischen und 48 unterirdischen Stationen der Stockholmer „Tunnelbana“ zeigen können.

Seit 1901 wird jedes Jahr am Todestag des Industriellen Alfred Nobel am 10. Dezember der Nobelpreis in Stockholm verliehen. Nur ein Nobelpreis, der Friedensnobelpreises, wird außerhalb Stockholms, nämlich in Oslo verliehen. Vom 10. bis 13. Dezember werden die Preisträger im Grand Hôtel Stockholm untergebracht. Der Preis wird vom schwedischen König im Konzerthaus am Hötorget-Platz verliehen. Anschließend wird dann ein feierliches Bankett im Blauen Saal des Stadhuset, dem Stockholmer Rathaus, ausgerichtet. Die Nobelwoche endet offiziell mit einer Prozession von Schulkindern zum Luciafest am 13. Dezember, bei der die Kinder mit Kerzen durch die Innenstadt ziehen und so die Nobelpreisträger wecken. Zusammen mit der Walpurgisnacht am 30. April, die in Schweden traditionell vor allem unter Studenten gefeiert wird und dem „Tag der schwedischen Flagge“, dem Nationalfeiertag Schwedens am 6. Juni ist der 10. Dezember also der Tag, an dem ganz Schweden feiert.

Ein großer Teil der Stockholmer Altstadt, der „Gamla stan“ auf der Stadtinsel „Stadsholmen“ ist autofrei. Kopfsteingepflasterte Gassen ziehen sich zum Wasser hinunter. In der Nähe befinden sich verschiedene Regierungsgebäude, der Stockholmer Dom „Storkyrkan“ und das königliche Schloss. Wer sich zeitig einfindet, kann einen guten Platz ergattern, um die Wachablösung vor dem Palast mit seinen über 600 Zimmern und der Schatzkammer zu beobachten, wo die schwedischen Kronjuwelen sicher verwahrt werden.

In der Mitte der Stadt liegt hinter blauen Toren der Kungliga Djurgården, das ehemalige Jagdrevier des Königs. Das Vasa-Museum, das das gleichnamige, 1628 gesunkene Kriegsschiff zeigt, das Nordische Museum mit volkskundlichen Exponaten, das Abba-Museum zu Ehren der erfolgreichen Band, der Vergnügungspark Gröna Lund und andere touristische Ziele befinden sich in unmittelbarer Nähe des Djurgårdsvägen. Daher ist der Park ideal, um nach langen Erkundungsspaziergängen durch die Stadt oder das Innere der Museen unter offenem Himmel im Grünen zu entspannen.

Vom Kaknas Fernsehturm kann man die gesamte Stadt in den Blick nehmen. Höher hinaus geht es für Touristen in ganz Schweden nicht. Auch heute noch wird vom Käknasturm die gesamte Rundfunk- und Fernsehkommunikation Schwedens gesteuert. Der Fernsehturm ist 155 Meter hoch und mit dem Bus innerhalb von 15 Minuten zu erreichen.

Göteborg – das entspannte „Amsterdam des Nordens“

Göteborg, die Heimat des Automobilkonzerns Volvo, ist eine ehemalige Arbeiterstadt, geerdet und ohne das großstädtische Gepräge Stockholms. Göteborg ist vielseitig, ehrlich und weltoffen. Eine Stadt, die schon immer über ihren Hafen und ihre Handelsbeziehungen mit dem Rest der Welt in Verbindung stand. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in den typisch blauen Straßenbahnen lässt sich die Stadt Göteborg hervorragend erkunden. Und auch vom Wasser aus, bei einer Fahrt über die Kanäle der Stadt zieht Göteborg mit ihrem einzigartigen Flair Besucher schnell in ihren Bann.

Göteborg

Göteborg ©iStockphoto/scanrail

Göteborg liegt an der Westküste Schwedens. Durch die Stadt fließt der Göta älv, der in Göteborg in das Kattegat, das „Katzenloch“, das Meergebiet zwischen Jütland in Dänemark und Schweden, mündet. Nördlich des Göta alv liegt ein Teil der Stadt auf der Insel Hisingen, die eine der größten und am dichtesten besiedelten Inseln Schwedens ist. Göteborg hat ungefähr 600 000 Einwohner.

In Haga, dem ehemaligen Arbeiterviertel Göteborgs, das sich besonderer Beliebtheit bei internationalen Besuchern erfreut, ist eine entspannte Caféhausszene im Stil des 19. Jahrhunderts entstanden, die in genau der aufgeschlossenen und weltläufigen Tradition steht, für die Göteborg schon von je her bekannt ist.

Das Filmfestival von Göteborg zieht seit 1976 die internationalen Stars der Filmbranche und Cineasten aus der ganzen Welt an. Freunde der klassischen Musik kommen im Opernhaus von Göteborg, das 1994 eröffnet wurde, genauso auf ihre Kosten wie Fans des Death Metal und anderer Spielarten schwerer Rockmusik. Göteborg hat international bekannte Bands dieses musikalischen Genres hervorgebracht und regelmäßig werden Festivals organisiert, bei denen internationale Stars der Szene auftreten.

Ein besonderes Wahrzeichen Göteborgs ist die „Feskekörka“, übersetzt „Fischkirche“. Das Gebäude wurde 1874 errichtet und erinnert durch die verglasten Spitzbögen an eine Kirche, diente aber nie diesem Zweck. Zunächst wurden hier Fische auktioniert, heute ist die Fischkirche eine Markthalle, in der die frischesten Fische des Landes erworben werden können. Von Göteborg aus werden die Fische durch das ganze Land verkauft und haben meist eine Reise aus Göteborg hinter sich, bevor sie anderswo serviert werden.

Einen Fisch reckt auch der Meeresgott Poseidon am Götaplatsen in die Luft. Die acht Meter hohe, bronzene Poseidonstatue wurde vom bekannten schwedischen Bildhauer Carl Milles gestaltet und befindet sich in der Mitte eines Brunnens des Platzes, der 1923 eingeweiht wurde und in dessen unmittelbarer Nähe das Kunstmuseum Göteborgs liegt.

Das Göteborg Konstmuseum und besonders die museumseigene Sammlung französischer Impressionisten hat Weltrang. Zu sehen sind hier unter anderem Werke von van Gogh, Monet, Cézanne, Gauguin, Chagall und vielen anderen. Auch die Sammlungen mit den Werken nordischen Künstler und zur schwedischen Moderne gehören zu den umfassendsten in ganz Schweden. Die Röda Sten Konsthall widmet sich zeitgenössischer Kunst. Direkt unter einer Brücke und am Wasser gelegen werden in dem ehemaligen Fabrikgebäude auch viele Skulpturen und Installationen gezeigt.

Darüber hinaus gibt es in Göteborg unter anderem ein Volvo-Museum, das Museum der Weltkulturen, das Universeum mit einem Aquarium und Troparium, das Naturhistorische Museum, ein Schifffahrtsmuseum und ein Emigrantenmuseum, das sich im Zollhaus am Hafen befindet und die Geschichte von Menschen aus Schweden schildert, die das Land in den Jahren zwischen 1850 und 1930 vor allem in Richtung der USA verließen.

Nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt, liegt Trädgårdsföreningen, eine heute von der Stadt unterhaltene Garten- und Parkanlage mit einem Palmenhaus und Rosarium, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. Eine weitere großflächige Parkanlage zur Erholung für Einheimische und Gäste ist der „Slottskogen“, der über 100 Hektar groß ist und ein Tiergehege beherbergt, in dem neben Hängebauchschweinen und Ziegen auch eine Elchfamilie wohnt.

Malmö – nachhaltige Bauten und Baden an Schwedens „Copacabana“

In Malmö ist es möglich, direkt vor der Stadt am Strand zu baden. Gerne flanieren die Malmöer an der Riberborgstranden, der vor der Stadt gelegenen Strandpromenade, die mehrere Kilometer lang ist. Über eine Brücke von 200 Meter Länge mit dem Festland verbunden liegt das Ribersborg kallbadhus, ein Badehaus, das 1898 erbaut und 2009 aufwendig restauriert wurde. Hier gibt es verschiedene holzbeheizte Saunabereiche und ein Café mit Blick über den Öresund zwischen Dänemark und Schweden.

Malmö liegt im Süden Schwedens, ungefähr 500 Kilometer von Stockholm entfernt. Malmö hat etwa 300.000 Einwohner. Mit der 7845 Meter langen Öresundbrücke ist Malmö seit dem Jahr 2000 über den Eisenbahn- und Autoverkehr mit Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks verbunden. Die Brücke ist etwa 23 Meter breit und 57 Meter hoch und ihr Bau kostete fast eine Milliarde Euro. Südlich der Brücke befindet sich der größte Offshore-Windpark Schwedens.

Malmö

Malmö ©iStockphoto/bbsferrari

Die Altstadt Malmös „Gamla Staden“ zieren viele Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Mittig und von ihnen umgeben liegt „Lilla Torg“, der „Kleine Markt“ inmitten einer Fußgängerzone mit vielen Cafés und kleinen Restaurants. In der Nähe befindet sich das Rathaus und die gotische Kirche St. Petri Kyrka. Die Kirche wurde im Jahr 1319 errichtet und ist das älteste Bauwerk Malmös.

Zu den modernsten Stadtteilen Malmös gehört Västra Hamnen, das Gebiet um den Westhafen, das seit der ökologischen Bauausstellung Bo01 im Jahre 2001 unter dem Geschichtspunkt der Nachhaltigkeit umgestaltet wurde. Der Ankar Park, der Dania Park und die Sundspromenade mit ihrem Holzdeck wurden von Landschaftsarchitekten geplant. Die Parks gehen fließend ineinander über und sind über Betontreppen mit dem Meer verbunden.

Seit 2015 ragt der „Turning Torso“, das höchste Gebäude Nordeuropas in die Höhe. Die Fassade ist so konstruiert, dass sie einem menschlichen Torso ähnelt, der sich um die eigene Achse dreht. 54 Stockwerke mit je 400 Quadratmetern Fläche stapeln sich zu insgesamt 190 Meter Höhe aufeinander. Der Bau des Hochhauses kostete rund 168 Millionen Euro. In den unteren Etagen befinden sich Büroräume, in den oberen Etagen befinden sich Wohnungen und Appartements der Luxusklasse.

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In Malmö werden über das ganze Jahr verteilt viele Festivals veranstaltet. Im August findet das Malmöfestival, Nordeuropas größtes Stadtfest überhaupt statt, dabei werden in den Straßen internationale kulinarische Spezialitäten angeboten und Musiker und Bands spielen auf Freilichtbühnen auf den Plätzen der Stadt. Im März zeigt das BUFF Filmfestival Kinder- und Jugendfilme. Im September werden Kurz- und Dokumentarfilme beim Nordisk Panorama Film Festival präsentiert. Seit 2011 findet in jedem Herbst das Malmö Arab Film Festival (MAFF) statt. Das MAFF ist das größte arabische Filmfestival Europas, bei dem alle Beiträge englisch und schwedisch untertitelt werden.

Das moderne Kunstmuseum Moderna Museet Malmö ist in einem 1909 erbauten Gebäude untergebracht, das mit einer auffällig roten Fassade verkleidet wurde und so aus einem Quartier aus Altbauten am Ola Billgrens –Platz heraussticht. Der Eintritt ist kostenlos. Auch in der Malmö Konsthal wird zeitgenössische Kunst gezeigt. Eine Dauerausstellung gibt es nicht. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1975 zieht das Museum jedes Jahr bis zu 200 000 Besuchern an. Weltweit bekannte Künstler wie Munch, Van Gogh, Kandinsky, Klee, Miró, Giacometti oder Keith Haring wurden hier schon gezeigt. Auch hier muss keinen Eintritt bezahlen, wer die Ausstellung besuchen möchte.

Malmö ist auch eine Stadt der Skulpturen. Die „Knotted Gun“, die Skulptur eines verknoteten Revolverlaufs, wurde 1980 vom schwedischen Bildhauer Carl F. Reuterswärd geschaffen. Die Originalskulptur, die anlässlich des tödlichen Attentats auf John Lennon entstand, steht vor dem UN-Gebäude in New York. Eine kleinere Kopie ist unweit des Hauptbahnhofs von Malmö zu finden. Ganz in der Nähe steht der bunte „Spectral Self Container“, eine besondere Klettergelegenheit für Kinder.
Fans der Serie „Die Brücke – Transit in den Tod“ können eine spannend inszenierte Bustour zu den Drehorten der Krimiserie durch Malmö machen, die in englischer Sprache angeboten wird.

Uppsala – Universitätsstadt umgeben von Wikingergräbern

Uppsala hat etwa 150 000 Einwohner und ist eines der beliebtesten Ziele für Touristen in Schweden. Fast 20 000 Studenten, darunter auch viele Studenten aus dem Ausland, besuchen die Universität von Uppsala, deren Geschichte bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Auch der König von Schweden, Carl XVI. Gustaf, hat hier studiert. Die zahlreichen Studenten und ihre Fahrräder prägen das Leben der Stadt. Uppsala ist immer in Bewegung. Auch die schwedische Meisterschaft im Bandy, einem populären Vorläufer des Eishockeys, wird in Uppsala ausgetragen.

Am Fluss Fyrisån, 72 Kilometer nördlich von Stockholm, liegt Uppsala, das am Fuße eines aus der letzten Eiszeit stammenden Geröllrückens ruht. Das Stadtgebiet umschließt den Flusslauf 8 Kilometer bis an seine Mündung in den See Mälaren. Der Mälaren ist der drittgrößte See Schwedens und hat fast die doppelte Größe des Bodensees.

Uppsala

Uppsala ©iStockphoto/ShootingWild

Im gotischen Dom St. Erik, mit 118,7 Metern das höchste Kirchengebäude ganz Skandinaviens, finden die Krönungen der schwedischen Könige statt. Viele schwedische Könige fanden hier auch ihre letzte Ruhe. Der Dom ist auch Grabstätte des schwedischen Botanikers und Naturforschers Carl von Linné. Carl von Linné erwarb 1758 das Gut Sävja etwa 15 Kilometer von der Stadtmitte Uppsalas entfernt und erbaute dort ein zweigeschossiges Hauptgebäude, in dem er seine Sammlungen unterbrachte und ein Museum errichtete. Heute wird das Gut Hammarby, zu dem Linné mit seinen Studenten zu spazieren pflegte, von der Universität Uppsala verwaltet.

Jedes Jahr seit 1982 wird im Oktober in Uppsala das internationale Short Film Festival veranstaltet, das zu den bedeutendsten Kurzfilmfestivals Europas zählt. Uppsala ist eine vitale Stadt, die immer wieder durch die Studenten vor Ort neue Impulse erhält. In Uppsala gibt es daher eine aktive Musik- und Clubszene, in der Rock, Jazz, Punk und Blues aber auch klassische Konzerte und Chöre zu hören sind.

Auch die Museen von Uppsala sind wenig konventionell. Das Uppsala Konstmuseum, das im Schluss Uppsala untergebracht ist, zeigt Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Das Friedenshaus, auch Fredens Hus oder Peace Museum genannt, widmet sich der Friedensbewegung. Ein Raum der kleinen Sammlung ist dem parteilosen schwedischen Staatssekretär und zweiter Generalsekretär der Vereinten Nationen Dag Hammarskjöld gewidmet, der bei einem Flugzeugunfall verstarb, nachdem er im Kongo auf einer diplomatischen Mission unterwegs war. Ihm wurde posthum der Friedensnobelpreis zugesprochen. Auch Raul Wallenberg, einem schwedischen Diplomaten, der viele ungarische Juden während des Holocausts rettete, wird hier gedacht. Der Eintritt zum Fredens Hus ist frei.

Wem der Springbrunnen vor dem Hauptbahnhof von Uppsala gut gefällt, sollte sich das seinem Schöpfer Bror Hjorth gewidmete Museum ansehen, das in seinem ehemaligen Wohnhaus untergebracht ist und nicht weit vom Botanischen Garten der Stadt entfernt liegt. Der Bildhauer Bror Hjorth zählt zu den wichtigsten Künstlern Schwedens. In Bror Hjorths Hus sind viele seiner Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen zu sehen. Die „Galerie London“ ist in einer ehemaligen, unterirdischen Toilettenanlage untergebracht. Sie öffnet immer nur zeitweilig für wechselnde Fotoausstellungen, wobei die alten Toilettenschüsseln dann in die Ausstellungen integriert werden. Ein Dauerbetrieb der Galerie ist nicht möglich – dazu fehlen die notwendigen Sanitäranlagen für Gäste!

Fünf Kilometer von Uppsala liegt Gamla Uppsala, das alte Uppsala mit den sogenannten Königsgräbern. Angeblich sind hier drei alte Schwedenkönige, wenn nicht sogar die nordischen Gottheiten Thor, Oden und Freyr begraben. Die Grabhügel sind zwischen sieben und elf Meter hoch und messen bis zu 70 Meter im Durchmesser. Damit stellen die drei Grabhügel zusammen eine der größten Grabanlagen Schwedens dar. Das Gräberfeld ist sowohl mit dem Bus als auch mit dem Fahrrad von Uppsala aus erreichbar. Im Jahr 2000 wurde das Gamla Uppsala Museum eröffnet. Das Museum bietet englischsprachige Führungen an, die Aufschluss über die mythische Ära der Wikinger geben sollen.

Västerås – Die „Gurkenstadt“ mit Seeblick

Västerås wird heute noch im Spaß Gurkenstad „Gurkenstadt“ genannt, was auf die Zeit nach den verheerenden Stadtbränden zurückgeht, als hier die „Västeråsgurka“ massenweise kultiviert wurde und so für den Spitznamen der Stadt sorgte. Die Stadt wird aber auch ihrer Lage wegen „Mälarstadt“ genannt, denn sie liegt unmittelbar an einer Bucht des Mälarsees, sodass man im Sommer hier Boot und im Winter auf dem zugefrorenen See Schlittschuh fahren kann.

Västerås hat knapp 120.000 Einwohner und liegt etwa 100 Kilometer in westlicher Richtung von Stockholm entfernt in der Provinz Västmanland.

Die Innenstadt von Västerås ist autofrei. Die Altstadt, „Kyrkbacken“ genannt, besteht vorwiegend aus roten Häusern, die kopfsteingepflasterte Gassen säumen. In direkter Nähe liegt der Dom zu Västerås, in dem sich der Sarkophag von König Erik XIV. befindet. Västerås ist Bischofssitz der Schwedischen Kirche, sodass auch der Dom zu Västerås besondere Bedeutung hat. Bemerkenswert sind vor allem die Orgel des Doms, die kostbaren Flügelaltäre aus dem 15. Jahrhundert und ein Reliquienschrein aus Bergkristall.

Västerås

Västerås ©iStockphoto/NorthernLand

Auch Bondtorget ist ein historischer Teil der Stadt, in dem sich kleine Geschäfte und Cafés angesiedelt haben.

In Västerås und Umgebung befinden sich mehrere Schlösser. Schloss Västerås liegt in der Stadtmitte. Hier tagt die regionale Regierung. 17,5 Kilometer westlich von Västerås liegt das Schloss Tidö. Ungefähr 25 Kilometer östlich von Västerås befindet sich Schloss Ängsö. Beide Schlösser sind nur in den Sommermonaten von innen zu besichtigen, die umgebenden Parks kann man das ganze Jahr über ansehen.

Fußläufig oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Stadtmitte aus zu erreichen ist das Vallby Freilichtmuseum. Das Freilichtmuseum ist das ganze Jahr geöffnet und zeigt das Leben in einem schwedischen Dorf während des 19. Jahrhunderts. Im Sommer sind Schauspieler auf den Bauernhöfen, den Handwerksbetrieben und der Schule engagiert, die das Leben und die Tätigkeiten der Bewohner historisch nachstellen. Der Zutritt zum Freilichtmuseum ist kostenlos.

In der ersten Juliwoche findet jährlich das Power Big Meet in Västerås statt, bei dem Tausende amerikanische Oldtimer durch die Stadt rollen und bewundert werden können.

Mehrere Gräberfelder aus dem 1. Jahrtausend nach Christus liegen in der Umgebung von Västerås. Das kleine Gräberfeld von Årby mit drei Grabhügeln, das Tibble Labyrinth und Anundshög, der größte Grabhügel Schwedens. Laut der Legende wurde hier um 640 nach Christus unter anderem der Svearkönig Anund bestattet. Die Steine, die noch heute zu sehen sind, wurden zum Teil in Bootsform arrangiert und sollten wohl die Totenschiffe symbolisieren, mit denen die hier bestatteten, vermutlich wohlhabenden Seeleute ihre Reise in das Totenreich antraten.

Über die Luft ist Västerås über den Flughafen Stockholm – Västerås Airport erreichbar. Auf dem Landweg liegt Västerås genau auf der Mitte der Strecke zwischen Stockholm und Örebro.

Örebro – Das Herz von Schweden

Örebro hat eine lange Geschichte, die bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht. In den letzten zwanzig Jahren entwickelt sich die Stadt schnell und beständig weiter, was auch daran liegt, dass das Örebro University College 1999 zur zwölften schwedischen Universität wurde.

Örebro liegt zentral im Herzen von Schweden, 100 Kilometer westlich von Västerås, rund 200 Kilometer von Stockholm entfernt und ungefähr 300 Kilometer östlich von Göteborg. Örebro hat ungefähr 115.000 Einwohner. Durch Örebro fließt der Svartån. Die Stadt liegt zu beiden Seiten des Flusses und grenzt an den See Hjälmaren, in den dieser mündet. Der Hjälmaren ist der viertgrößte See Schwedens.

Örebro

Örebro ©iStockphoto/João B. Almeida

In der Mitte des Svartån liegt auf einer Insel umgeben von Wasserlilien das „Örebro slott“, Schloss Örebro, das Wahrzeichen der Stadt. Das Schloss diente im Laufe der Zeit verschiedenen Zwecken und war unter anderem der Sitz des Reichstags, Getreidespeicher, Waffenarsenal und Gefängnis. Auch der schwedische Trickdieb Lasse-Maja, der als Frau verkleidet zu Anfang des 19. Jahrhunderts serienmäßig Haushalte ausraubte, indem er dort vorübergehend als Haushälterin arbeitete, saß auf Schloss Örebro ein, nachdem man ihn endlich aufgreifen konnte.

In der Stadtmitte befindet sich Schwedens größter Marktplatz, der Stortorget, das Rathaus mit dem Denkmal für Engelbrekt Engelbrektsson, einem schwedischen Nationalhelden und Rebellen, der in Örebro geboren wurde sowie die St.-Nikolai-Kirche. Typische schwedische Holzhäuser, in denen zum Teil Souvenirläden ihre Waren anbieten, sind im Freilichtmuseum Wadköping zu sehen, das direkt am Fluss liegt und kostenlos zu besuchen ist. Hier ist auch das Hjalmar-Bergman-Museum, das dem in Örebro geborenen Schriftsteller gewidmet ist. In vielen Romanen ist Örebro Hintergrund der Handlung, unter anderem auch in „Skandal in Wadköping“, das 1919 erstmalig erschien.

Vom 48 Meter hohen Wasserturm, dem „Vattentornet Svampen“ kann man ganz Örebro und Umgebung sehen. Eine Besucherplattform ist kostenlos über einen Lift zugänglich und bietet einen grandiosen Blick über die ganze Stadt und ihre Umgebung.

Etwa ein Kilometer im Süden der Stadt liegt Gustavsvik, ein großes Spaßbad mit Wasserrutschen und einem 50-m-Schwimmbad. Daran angegliedert befindet sich ein Campingplatz der Luxusklasse.
Der ehemalige Ölhafen von Örebro wurde zum Naturschutzgebiet Oset-Rynningeviken umgestaltet und ist das Zuhause für viele Wasservogelarten und Meeressäuger wie Biber oder Otter geworden.

Linköping – Stadt unter Eichen mit sportlichen Möglichkeiten für Jung und Alt

Linköping ist ideal, um mit der ganzen Familie einen Aktivurlaub zu verbringen und gleichzeitig Schweden von seiner typischen Seite kennenzulernen. Zentral in Linköping befindet sich der öffentliche Golfplatz. Mit dem Fun Skatepark besitzt die Stadt den größten Skateboardpark Skandinaviens. Regelmäßig finden hier internationale Wettbewerbe statt. Die Stadt grenzt an ein ehemaliges Militärübungsgelände und ist von einer weitläufigen Eichenlandschaft umgeben.

Linköping liegt am Fluss Stångån, der in den See Roxen mündet. Die Stadt zählt ungefähr 110 000 Einwohner und ist nur 40 Kilometer von Norrköping entfernt. Die Domkirche der Stadt sowie die Kirche von Kaga gehören zu den bedeutendsten Sakralbauten Skandinaviens. Eine grüne Oase mitten im Stadtgeschehen sind die Tradgardsforeningen.

90 Häuser umfasst das Freilicht- und Heimatkundemuseum Gamla Linköping. Das Museum entstand, indem man Häuser aus der Innenstadt Linköpings umsetzte, und stellt eine Kleinstadt nach, in der sich unter anderem eine Post, eine Polizei- und Feuerwache, eine Apotheke, aber auch Handwerksbetriebe mit Kunsthandwerk und Cafés befinden.

Linköping

Linköping ©iStockphoto/Ekenblom

Militärgeschichtlich Interessierte sollten am Luftwaffenmuseum haltmachen. Das Wrack einer DC-3 wird hier präsentiert, außerdem Jagdflugzeuge, Hubschrauber, Bomber und Düsenjets. Die Ausstellung wird auch auf englischer Sprache präsentiert und es gibt ein Fluglabor für Kinder.

Das im Stil der Renaissance errichtete Schloss Ekenäs liegt ungefähr 25 Kilometer von Linköping entfernt. Jährlich finden hier an Pfingsten mittelalterliche Turnierspiele statt, bei denen Ritter in voller Rüstung gegeneinander antreten.

Wer eine typische Idee aus Linköping weiterspinnen möchte, sollte einen Rondellhund erdenken. Dabei wird ein Hund nachgebildet, wobei der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind und anschließend in einem Kreisverkehr platziert. Das spaßige Hundemodell zog mittlerweile seine Kreise bis nach Nordrheinwestfalen und wurde erstmals 2006 in einem Rondell in Linköping von der Künstlerin Stina Opitz ausgestellt.

Helsingborg – Strände und Nachtleben

Nur wenige Minuten Fußweg trennen die Stadt von ihren Badestränden, was der Stadt ein mediterranes Flair verleiht. Sonnenstühle und Strandmode, Liegewiesen, Badestege und Seebadehäuser prägen das Bild der Stadt. In Helsingborg gibt es angeblich mehr Kneipen als sonst irgendwo in Schweden und auch bis tief in die Nacht wird hier noch gefeiert. Zahlreiche kleine Brauereien sind in Helsingborg angesiedelt, auch eine Whiskybrennerei und sogar Weingüter, die widerstandsfähige Rebsorten wie Solaris oder die Siegerrebe anbauen.

Helsingborg liegt an der Westküste Schwedens, Dänemark und der Stadt Helsingør unmittelbar gegenüber. Nur ungefähr 9 Kilometer der Meerenge Öresund trennen die beiden Länder. Helsingborg hat ungefähr 104 000 Einwohner. Die Stadt ist über den Flughafen Ängelholm-Helsingborg über den Inlandsflugverkehr mit Stockholm verbunden.

Im 14. Jahrhundert war Helsingborg noch eine dänische Stadt und eine der wichtigsten Verteidigungsstädte des Landes. Historisches Überbleibsel aus dieser Zeit ist der Verteidigungsturm Kärnan. Er ist 35 Meter hoch und liegt auf einem Felsen oberhalb der Stadt. Angeblich war schon zu Zeiten der Wikinger an dieser Stelle eine Befestigungsanlage vorhanden. Helsingborg geriet in den Kriegen zwischen Schweden und Dänemark immer wieder zwischen die Fronten und wurde wiederholt fast vollständig zerstört. Der Stadtteil Olympia wurde in der Jugendstilzeit erbaut. Hier liegt auch das Freilichtmuseum Fredriksdal mit dem angegliederten Botanischen Garten und dem Freilichttheater. Das funktional gestaltete Konzerthaus am Henry-Dunkers-Platz wurde 1932 fertiggestellt und war für seine Zeit architektonisch bahnbrechend.

Helsingborg

Helsingborg ©iStockphoto/Leonid Andronov

Fünf Kilometer im Norden von Helsingborg liegt eine ehemalige Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie, das Schloss Sofiero, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Außerdem wächst hier eine Rhododendronsammlung von über 300 Arten.
Von Helsingborg aus lassen sich fantastische Radtouren und Wanderungen unternehmen. 70 Kilometer lang ist der Kullaleden, der in Helsingborg startet, durch Buchenwälder führt und auch das Schloss Sofiero erreicht. Über mehr als 370 Kilometer kann man die Küste entlang den Radwanderweg Kattegatleden bis nach Göteborg fahren und dabei Weingüter, Fischerdörfer und die Klippenlandschaft betrachten.

Jönköping – Streichholzstadt und Host der LAN-Party

Jonköping wird jährlich von drei Millionen Besuchern angesteuert. Die Stadt ist der Dreh- und Angelpunkt für die Transport- und Logistikwirtschaft Schwedens und verfügt über ein großes Messezentrum, das Elmia-Messegelände. Hier findet zweimal jährlich die weltweit größte LAN-Party, die DreamHack statt. Auf 10 000 Quadratmetern wird die DreamHack in Jönköping im Zusammenhang mit der DreamExpo veranstaltet, einer Messe, bei der sich auch Hersteller aus der IT-Branche oder von Computerspielen präsentieren können.

Jönköping liegt im Süden des zweitgrößten Sees Schwedens, des Vättern in der Provinz Småland. Ungefähr 94.000 Menschen leben in Jönkopping.

Jönköping

Jönköping ©iStockphoto/Arsty

Touristisches Highlight der Stadt ist das Streichholzmuseum, das „Tändsticksmuseet“. Carl Frans Lundström begann 1845 zusammen mit seinem Bruder mit der Streichholzproduktion. Noch gab es kein elektrisches Licht und daher war die maschinelle Produktion von erschwinglichen Sicherheitsstreichhölzern mit einer Beschichtung aus Phosphor sofort ein Riesenerfolg. Die Produktion wurde schon 1848 in das Gebäude verlegt, in dem heute das Museum untergebracht ist. Am Leben der Arbeiterin Lena Törnqvist zeigt das Museum die Geschichte der Industrialisierung und die Geschichte der Streichholzproduktion im Besonderen. Unweit des Streichholzmuseums liegt auch das kleine Radiomuseum „Radiomuseet“. Das „Jönköpings läns museum“ ist ein Museum für moderne Kunst, das aber auch Fotoausstellungen zur Geschichte der Stadt Jönkopping zeigt.

Wer sich für die Produktion und Geschichte von elektrischen Küchengeräten interessiert, sollte unbedingt das Fabrikmuseum der Firma Husqvarna besuchen. Der Weg dorthin lässt sich mit einem Besuch der Österangenskonsthall an der Birkagatan 8 verbinden. Hier wird moderne Kunst gezeigt. Seit Mai 2017 ist eine großflächige farbenfrohe Malerei der Künstlerin Carolina Falkholt am Mehrzweckgebäude von Birkagården angebracht.

Im Juni findet jährlich die Radrundfahrt Vätternrundan um den Vättern statt. Die Tour geht über 300 Kilometer und die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Zwar werden Zeiten gemessen, Platzierungen werden aber nicht ermittelt.

Norrköping – Auf den Spuren der Industrialisierung im „Manchester von Schweden“

Norrköping war bis in die 1970er Jahre von zahlreichen Fabrikgebäuden geprägt, die allerdings zu großem Teil verfielen und daher abgerissen wurden. Heute werden die verbleibenden Gebäude nach ihrer Sanierung neu genutzt. Die Universität von Linköping logiert in einer stillgelegten Wollfabrik. In einer ehemaligen Papiermühle spielt Norrköpings Symphonieorchester. Eine ehemalige Weberei, das Gebäude Strykjärnet, ein siebeneckiges Haus, beherbergt das „Museum der Arbeit“. Nach Norrköping reisen heißt daher auch, eine von allen Annehmlichkeiten der Gegenwart geprägte Zeitreise in die Epoche der Industrialisierung zu unternehmen.

Die Bucht Bråviken schneidet in das Innere Schwedens, sodass die Ostsee Norrköping erreicht. Norrköping liegt somit auf der Schnittstelle des Sees Vättern mit der Ostsee. Durch die brückenreiche Stadt mit circa 94.000 Einwohnern fließt der Motala, der über Wasserfälle und Stromschnellen ein Höhengefälle von 22 Metern nimmt, bevor in das Meer mündet. Norrköping liegt ungefähr 170 Kilometer südwestlich von Stockholm.

Norrköping

Norrköping ©iStockphoto/SilvanBachmann

Die Stadt hatte ihre Blütephase in der Zeit von 1850 bis 1917 und noch immer prägen Bauten aus dieser Zeit den Satdtkern rund um den Platz „Gamla torget“. Auch der Bahnhof wurde in dieser Zeit errichtet und ist umgeben vom Järnvägspark und dem Karl-Johans-Park. Im Westen des Karl-Johans-Parks stehen das „Alte Stadthaus“, das „Große Hotel“ und das „Große Theater“.

Die Drottninggatan, die Hauptstadt von Norrköping verbindet den Bahnhof mit dem Kunstmuseum. Folgt man der Drottninggatan gelangt man über den Fluss Motala zum „Tyska torget“, dem „Deutschen Platz“. Hier steht das Rathaus, das Grand Hotel, die Hedwigskirche und der ehemalige Bankpalast. Deutscher Einfluss ist im Stadtteil Kneippen zu spüren. Hier wurden für die obere Mittelschicht um die 1900er Jahre luxuriöse Villen rund um eine Kuranlage und das Kurhotel errichtet, deren Vorbild der bayrische Kurort Bad Wörisdorfen in Bayern war.

Das Lofstad Schloss wurde 1926 errichtet. Hier ist alles so erhalten, wie es die damalige Eigentümerin Emilie Piper eingerichtet hatte. „Löfstad Slott“, ist ein Museum mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen, das inmitten einer Parkanlage liegt, die das ganze Jahr von April bis Oktober zugänglich ist. Nicht weit entfernt von Norrköping liegt Yxbacken, ein Ski- und Snowboardgebiet mit drei Liften und vier Pisten.

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